Protokoll des IG-Treffens vom 14.8. – Themenoffener Abend

Zu Beginn des themenoffenen IG-Treffens ging der Vorstand nochmals kurz auf das Teilen eines Piratenpartei-Interviews auf der IG-Seite ein, das starke Kritik hervorgerufen hat. IG-Sprecher André räumte ein, dass man die Wirkung hätte vorhersehen können, man jedoch unüberlegt gehandelt habe. Dass man weder Position für eine politische Partei ergreifen wolle, noch den Beitrag als Aufruf an andere Parteien, der Alemannia die Unterstützung zu entziehen, verstanden wissen wollte, hatte man bereits in einer Stellungnahme erläutert.

Enttäuscht sei der IG-Vorstand jedoch über die Art und Weise einiger Reaktionen. Es wird betont, dass man jederzeit zur aktiven Mitarbeit und zur Mitsprache eingeladen habe, was leider nur wenige Mitglieder angenommen haben. Dies wird aber gerade aktuell sehr wichtig, da ein Großteil des jetzigen IG-Vorstandes aus überwiegend beruflichen Gründen nicht zur Wiederwahl kandidieren wird, und so IG-Mitglieder gesucht werden, die zukünftig Verantwortung übernehmen möchten.

Die IG stellt sich gegen Gewalt, Diskriminierung und Extremismus – dies sollte die eigentliche Botschaft des Facebook-Beitrags sein – und möchte zu diesem Thema die Alemannia auf ihrer Seite wissen. Dazu befindet sich auch eine Arbeitsgruppe auf Seiten des Vereins in Arbeit, die Aktivitäten der GmbH wurden in einem Zeitungsartikel erläutert.

Damit folgte dann auch der Übergang in die offene Diskussion, die noch mal die Thematik Gewalt aufnimmt. Zunächst wird darauf hingewiesen, dass Gewalt bei Auswärtsspielen sehr häufig im Zusammenhang mit einem überzogenen Alkoholkonsum stehe. Dabei geht es nicht um die üblichen Fußballbierchen im Bus und im Stadion,sondern viel mehr um die Gruppenfahrten bei denen überwiegend hochprozentiger Alkohol eine Rolle spielt. Der Einfluss der IG darauf ist natürlich sehr gering, dennoch könne man versuchen, die Fans dafür stärker zu sensibilisieren.

Als weiteres Problem in Bezug auf Gewalt wird genannt, dass diese nicht immer aus den eigenen Reihen stammt. Nicht selten handelt es sich um Stadionverbotler aus Kerkrade, die die Alemannia-Spiele als Alternative nutzen – und natürlich auch umgekehrt. Hier empfiehlt sich auch für die Alemannia ein stärkerer Austausch untereinander, der – so die Informationen – auch angestrebt wird.

Einigkeit herrschte darüber, dass die IG dieses Thema insgesamt genausowenig lösen kann, wie dies einzelne Fanklubs könnten. Hier steht vielmehr die Alemannia in der Verantwortung, konsequent vorwegzugehen und der IG sowie den Fanklubs und Fans im einzelnen die Möglichkeit zu geben, sich hinter ihr zusammenzufinden. Alles andere führe nur zu weiteren Konflikten der Fans untereinander, statt zu der notwendigen Einigkeit zu diesem Thema.

Als ein Beispiel für eine sinnvolle Aktion wurde ein weiteres gemeinsames Statement gegen die Problemthemen genannt, wobei hier neben Diskriminierung und Extremismus auch explizit Gewalt aufgenommen werden sollte. Eine Idee zur Umsetzung ist, ein entsprechendes Transparent auf der Nord anzubringen und die Blockfahnen der Fanclubs drumherum zu platzieren.

Im weiteren Verlauf werden Themen besprochen, die die IG aus Sicht der Anwesenden zukünftig wieder stärker angehen sollte. So wird gewünscht, dass man wieder seltener offene Diskussionsabende veranstaltet, sondern wieder vermehrt das Augenmerk auf Verantwortliche und Spieler der Alemannia zulegen und diese häufiger einzuladen. Außerdem sollte sich die IG stärker bei der Diskussion um die Zukunft des Fanshops und ggf. auch des Klömpchensklubs einbringen.

Der IG-Vorstand konnte aus diesem Treffen viele Anregungen und Ideen mitnehmen, wofür wir uns hiermit nochmals ausdrücklich bei den Anwesenden bedanken möchten!

Hinweis: Wir entschuldigen uns für die ungewohnt späte Veröffentlichung des Protokolls. Aufgrund beruflicher Termine, Urlaub, etc. hat sich die Erstellung verzögert.

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