…und wieder „Kandidatenabend“ an der Liebigstraße…

Mit den Herren Venth (kandidiert für den ÄR) und Nobis (kandidiert für den AR) stellten sich am Montagabend im Haus der Fan-IG zwei der zwölf antretende Kandidaten den Fragen und Anregungen von ca. 45 interessierten Mitgliedern. Eingeladen hatten wir insgesamt 8…

Vier Geladene ließen sich urlaubsbedingt bzw. aus beruflichen Gründen entschuldigen. Die Herren Reinders und Appel* hatten ihr Erscheinen („…kann ein bisschen später werden…“) für 19 Uhr angekündigt, erschienen jedoch bis zum Veranstaltungsende ohne Angaben von Gründen nicht. (*Herr Appel teilte inzwischen mit, er sei geschäftlich in Frankfurt gewesen. Am Dienstag steht er zum Gespräch mit dem IG-Sprecher zur Verfügung. Die Gesprächsergebnisse werden wir hier veröffentlichen.)

Herr Venth stellte sich als erster den Fragen der Moderatoren Andreas Wergen und Klaus Offergeld.

Venth, ehemaliger Oberstudienrat, ist seit über 50 Jahren Mitglied der Alemannia und war lange für die Leichtathletikabteilung aktiv. Er sieht seine persönlichen Stärken im sensiblen Umgang mit Menschen und will einen Schwerpunkt seiner möglichen künftigen Tätigkeit auf gute Kontaktpflege innerhalb des Vereins legen.

„Ich möchte helfen, Gräben zu zuschütten und will hier aktiv werden“, so Venth.

Zu seinem Beweggrund für die mögliche Tätigkeit im ÄR befragt, entgegnete er: Er sei angeschrieben worden, ob er kandidieren wolle, und „…wenn die Alemannia ruft sagt man „JA“!“

Im Verlauf des weiteren Gespräches bedauerte er insbesondere die Art und Weise des Umgangs auf der letzten JHV („..die Eskalation war hässlich“). Aktuell schätzt er jedoch das Miteinander zwischen Gremien und Mitgliedern als deutlich besser ein und erwartet, dass „… jeder mit jedem zusammen arbeiten können muss.“

Auf die Mitgliederinitiative zur Satzungsänderung angesprochen sprach er sich dafür aus, „… dass mehr Kandidaten als zu vergebende Funktionen aufgestellt werden.“

Vorhaltungen zu ihm zugeschriebenen Äußerungen, auf der letzten JHV Mitglieder unsachlich angegangen zu sein, welche Fragen an Vorstand und Geschäftsführung richteten, bestritt er.

Anschließend stellte sich mit dem Bäckerei-Unternehmer Michael Nobis ein Ex-Verwaltungsratmitglied vor.

Er ließ gleich mit einer seiner ersten Äußerungen erkennen, inwiefern der Verein von seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat profitieren kann.

„Ich leite ein mittelständisches Unternehmen – und Alemannia Aachen ist ebenfalls ein mittelständisches Unternehmen. Da gibt es gewisse Parallelen!“

Seine Stärken sieht Herr Nobis in der Menschenführung: „… alle bei Alemannia sind wichtig – vom einzelnen Mitglied bis zu den Mitarbeitern in der Geschäftsstelle – alle sollen Beachtung finden.“

Darüber hinaus ist ihm wichtig, dass die Balance im Verein stimmt und alle Abteilungen sich entsprechend berücksichtigt finden.

Zur beantragten Änderung der Satzung merkte er kritisch an, dass die sogenannte Filterfunktion der Gremien bislang unglücklich angewandt und seiner Meinung nach auch „…gelegentlich missbraucht…“ wurde.

Er persönlich habe überhaupt kein Problem mit der beabsichtigten Änderung „…wenn diese dann auch verantwortlich gelebt werden…“.

Zu bedenken gab er in diesem Zusammenhang jedoch, dass es u.U. Personen geben könne, welchen man eine Nichtwahl ersparen möchte, weil sie an andere Stelle für die Alemannia noch wertvoll(er) sein können (z.B. Sponsoren).

Weiter merkte er kritisch an, dass er die „gemeinsame Ausarbeitung der angestrebten Satzungsänderung“ vermisse.

Nachdem ihm durch mehrere Teilnehmer des Abends der korrekte historische Ablauf erläutert wurde, wollte Herr Nobis das ggf. noch mal „an anderer Stelle“ hinterfragen.

In diesem Zusammenhang wies er daraufhin, dass aus seinen Erfahrungen gerade für den Bereich des operativen Geschäfts (= Vorstand) der Gedanke der Teambildung sehr wichtig sei: „…es muss menschlich stimmen und man muss nach getaner Arbeit auch mal ein Bier zusammen trinken – da kommt häufig mehr bei rum …“.

Seine mögliche künftige Tätigkeit versteht er in erster Linie nicht operativ, sondern im Controlling und der Beratung der beiden Geschäftsführer der Alemannia Aachen GmbH. In diesem Zusammenhang hält er es für unerlässlich, dass Vertrauen der Finanzwelt in den Verein wiederherzustellen.

Zwei Ziele verknüpft er ferner mit einem möglichen Wirken im AR: Ruhe in den finanziellen Bereich bringen und die Abteilungen bestmöglich zu unterstützen.

Abschließend gaben die Mitglieder beiden Kandidaten mit auf den Weg:

• Lassen Sie nicht zu, dass wie bei den letzten JHV Menschen unwürdig behandelt und beschädigt werden.

• Wir erwarten von Ihnen ein JA zur Satzungsänderung.

• Bitte machen Sie sich für eine rechtzeitige Veröffentlichung der Zahlen der GmbH vor der JHV stark. Niemand ist seriös in der Lage, diese erst am Tag der JHV präsentierte Zahlenvielfalt zu verstehen und zu hinterfragen.

• Helfen Sie mit, klare Richtlinien zu schaffen, wem die GmbH gegenüber vorlageverpflichtet ist – dem AR der GmbH oder dem 100 % Gesellschafter TSV. Das ist derzeit nicht eindeutig geregelt.

Be Sociable, Share!

Schreibe einen Kommentar

Auswärtsspiel

Offen für jeden Fan

Switch to our mobile site