Artikel mit dem Tag 'Tivoli'

Bericht von der außerordentlichen Mitgliederversammlung der IG

Ultras wollen in der IG für „frischen Wind“ sorgen

Überraschend gut besucht war die außerordentliche Mitgliederversammlung, bei der die Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans und Fanclubs am Mittwochabend (10. April 2019) im Werner-Fuchs-Haus einen weiteren Versuch zur Bildung eines neuen Vorstandes starten wollte. Denn zu knapp 20 IG-Mitgliedern gesellten sich rund 30 Gäste aus dem Umfeld der Aachener Ultra-Szene. Deren Bestreben, an diesem Abend selber mit einem  Vorstandsteam zur Wahl anzutreten, scheiterte vorerst allerdings an den Vorgaben der IG-Satzung. Nun soll am 6. Juni bei einer weiteren außerordentlichen Mitgliederversammlung über die zukünftige Ausrichtung und personelle Aufstellung der Fan-IG entschieden werden.

IG-Vorstandswahl: Neuer Anlauf am 10. April

Wie befürchtet konnte bei der Jahreshauptversammlung der Alemannia-Fan-IG am Donnerstag (14.02.2019) aus Mangel an Bewerberinnen und Bewerbern kein neuer Vorstand gewählt werden. Nun soll bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Mittwoch, 10. April, ab 19 Uhr im Werner-Fuchs-Haus (Liebigstraße 25) ein weiterer Versuch gestartet werden. Interessentinnen und Interessenten, die sich eine Mitarbeit im Vorstand vorstellen können, werden weiterhin dringend gesucht und gebeten, sich an die IG zu wenden (vorstand@ig-alemanniafans.de). Findet sich niemand, droht im schlimmsten Fall die baldige Auflösung unserer Interessengemeinschaft.  

Vor 21 Mitgliedern und fünf Gästen fasste IG-Sprecher Thomas Wenge die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres zusammen. Hier ist vor allem die von der IG mit Unterstützung des TSV angestoßene Initiative zur Verlegung von Stolpersteinen für Alemannia-Mitglieder zu nennen, die in der Nazi-Zeit verschleppt und ermordet wurden. Nach längerer Vorbereitungszeit konnte der Kölner Künstler Gunter Demnig am 06. Februar 2019 im Beisein zahlreiche Alemannen an den letzten bekannten Wohnorten der Opfer fünf seiner Gedenksteine verlegen.

Zu diesen Opfern gehört auch der ehemalige Alemannia-Stürmer Max Salomon, der neben Reinhold Münzenberg der Protagonist der ebenfalls von der IG mitgestalteten Ausstellung über die Alemannia zur Zeit des Nationalsozialismus im Zeitungsmuseum war. Max Salomon soll in Kürze stellvertretend für alle Opfer der Weg hinter der Tivoli-Südtribüne mit zwei (inoffiziellen) Straßenschildern und einer Gedenktafel gewidmet werden. Die Kosten trägt der TSV. Auch ist geplant, Teile der Ausstellung dauerhaft im Stadion (im Raum zwischen Fanshop und Klömpchensklub) zu zeigen.

Außerdem fanden 2018 u.a. sechs Offene Abende, das Vatertagsgrillen und eine Weihnachtsfeier statt. Die IG war auch wieder Mitveranstalter des großen Weihnachtssingens auf dem Tivoli. Hier möchte sie auch 2019 dabei sein. Thomas Wenge hat sich bereit erklärt, die damit verbundenen organisatorischen Aufgaben auch nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand zu erledigen.

Schatzmeister Andreas Schmidt musste seine Teilnahme an der Jahreshauptversammlung aus schwerwiegenden persönlichen Gründen kurzfristig absagen. Den Kassenbericht trug Thomas Wenge stellvertretend vor. Demnach hatte die Fan-IG Ende 2018 noch 178 Mitglieder. Zwei Neuanmeldungen standen 16 Austritte gegenüber.

Da noch Fragen zur Kasse und zum Haushaltsplan offenblieben und da die Kasse wegen Schmiddys Abwesenheit auch noch nicht geprüft werden konnte, werden die Finanzen in der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 10. April nochmals thematisiert. Dann soll auch die Entlastung des scheidenden Vorstandes nachgeholt werden.

Vor allem aber wird dann ein weiterer Versuch gestartet, zumindest einen Notvorstand zu installieren, der sich IG auf „kleiner Flamme“ fortführen könnte, bis neue Kräfte gefunden sind. Einziger Kandidat ist bislang Andreas Schmidt, der grundsätzlich bereit ist, erneut als Schatzmeister zu kandidieren.

Jahreshauptversammlung: IG braucht neues Vorstandsteam

Das Ringen um den Fortbestand der Fan-IG geht in die entscheidende Phase: Am Donnerstag, 14. Februar, um 19 Uhr beginnt im Werner-Fuchs-Haus (Liebigstraße 25) die Jahreshauptversammlung 2019, zu der alle Mitglieder herzlich eingeladen sind. Interessierte Fans, die der IG (noch) nicht angehören, können als Gäste ohne Stimmrecht an der Versammlung teilnehmen.

Am 14. Februar endet turnusgemäß die zweijährige Amtszeit des bisherigen Vorstands. Nachdem Gert Kempf und Horst Filbrich vorzeitig ausgeschieden waren, ziehen sich nun auch IG-Sprecher Thomas Wenge sowie die Beisitzer Arne Klar, Lukas Krott und Joachim Röhrig aus unterschiedlichen Gründen aus der Vorstandsarbeit zurück. Hingegen möchte Schatzmeister Andreas „Schmiddy“ Schmidt erneut kandidieren: „Ich hoffe sehr, dass sich einige neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter finden, die die IG mit mir gemeinsam fortführen. Es wäre aus meiner Sicht ein großer Verlust für die Fanszene der Alemannia, wenn unsere Interessengemeinschaft nach mehr als 20 Jahren die Segel streichen müsste.“

„Zeichen der Erinnerung und Mahnung für die Zukunft“

Vor den Häusern Thomashofstraße 15 uns 17, in denen Max Salomon und Erich André in den 1930er-Jahren als Nachbarn gewohnt haben, versammelten sich am Mittwochvormittag rund 40 Freunde und Mitglieder der Aachener Alemannia. In stillem Gedenken beobachteten die Menschen den bekannten Kölner Künstler Gunter Demnig bei seiner nach wie vor so wichtigen Arbeit: Demnig ließ zu Ehren der beiden von den Nationalsozialisten verschleppten und ermordeten jüdischen TSV-Mitglieder Salomon und André zwei weitere seiner inzwischen euroweit bekannten Stolpersteine ins Pflaster ein.

Stolpersteinverlegung am 06.02.2019

Fünf Stolpersteine gegen das Vergessen

„Mit der Ausstellung »Alemannia 1933-1945 – Fußball zwischen Sport und Politik« im Zeitungsmuseum haben wir die von den Nazis ermordeten oder ohne Wiederkehr verschleppten TSV-Mitglieder aus der Vergessenheit geholt. Nun möchten wir mit einem dauerhaft sichtbaren Zeichen dazu beitragen, dass sie niemals wieder dahin geraten“, sagt Thomas Wenge, Sprecher der Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans und Fanclubs, über eine für Mittwoch, 6. Februar, geplante Aktion, die die Fan-IG mit dankenswerter Unterstützung des TSV Alemannia Aachen e.V. und der Stadt Aachen initiiert hat. Auch Alemannia Präsident Dr. Martin Fröhlich betont: „Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte ist unerlässlich, um Fehlentwicklungen in der Zukunft zu vermeiden. Wir sind für diese beispielhafte Initiative dankbar und unterstützen sie aus voller Überzeugung. Erinnerung ist Voraussetzung für die Überwindung des Bösen und die Lehren für die Zukunft.“

An diesem Tag wird der international bekannte Kölner Künstler Gunter Demnig nach Aachen kommen, um Stolpersteine in Erinnerung an sechs Alemannia-Mitglieder zu legen, die Opfer der Nationalsozialisten geworden sind.

Am 6. Februar um 10.30 Uhr findet vor den Häusern Thomashofstraße 15 und 17 der offizielle Gedenkakt zur Stolperstein-Verlegung statt. Die Thomashofstraße ist der letzte bekannte Wohnort des ehemaligen Alemannia-Funktionärs Erich André und von Max Salomon. Salomon war an der Seite von Reinhold Münzenberg Stürmer im Alemannia-Team, das 1931 die Rheinbezirksmeisterschaft gewann.

Im Frühjahr 1933 war der jüdische Fußballer aus rassistischen Gründen im Verein nicht mehr erwünscht. Er musste vor der nationalsozialistischen Verfolgung aus seiner Heimatstadt fliehen. Er wurde 1940 in Frankreich interniert. 1942 sollte Max Salomon ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau verschleppt werden. Auf dem Transport musste er zum Zwangsarbeitereinsatz den Zug verlassen, hier verlieren sich seine Spuren. Es wird angenommen, dass er bei diesem Einsatz in Oberschlesien zu Tode gekommen ist.

Weitere Nazi-Opfer aus dem Kreise der Alemannia sind Fritz Moses aus der Jülicher Straße, Robert Salomon aus der Bismarckstraße und Hans Silberberg aus der Aretzstraße. Auch vor ihren ehemaligen Wohnhäusern wird Gunter Demnig jeweils seinen seiner Stolpersteine verlegen. Dem ebenfalls ermordeten Dagobert Pintus kann leider kein Stein gewidmet werden, weil seine letzte Adresse nicht bekannt ist. Der Stolperstein für Eduard Levy kann trotz Ankündigung derzeit nicht verlegt werden, da der letzte Wohnort umstritten ist.

Die Stolperstein-Verlegung am 6. Februar, zu der alle Fans und Mitglieder für 10.30 Uhr in die Thomashofstraße eingeladen sind, soll nicht die einzige Aktion im Nachgang zur Ausstellung bleiben. Darüber planen die Fan-IG, die Alemannia, die Stadt und die städtische Stadiongesellschaft, dem ehemaligen Spieler Max Salomon den Weg hinter der Tivoli-Südtribüne zu widmen. Noch im ersten Halbjahr 2019 sollen dort (ohne formelle Änderung der postalischen Adresse) zwei Gedenkstraßenschilder und eine Informationstafel aufgestellt werden. 

Seit 1992 verlegen Gunter Demnig und seine Mitarbeiter in ganz Europa Stolpersteine für Opfer des Nazi-Regimes. Rund 70.000 dieser Erinnerungstafeln gibt es in Deutschland und 24 weiteren Ländern bereits. Es handelt sich um ins Straßenpflaster eingelassene, zehnmal zehn Zentimeter große Messingtafeln mit den Namen der Opfer, ihrem Geburtsjahr sowie dem Ort und dem Zeitpunkt ihrer Ermordung oder ihrer Deportation. Wirklich stolpern kann man über die golden glänzenden Steine nicht. Aber man muss sich im Wortsinne vor den Opfern verbeugen, um die Inschrift auf den Tafeln lesen zu können.

OFFENER ABEND AM 10. JANUAR 2019 IM WERNER-FUCHS-HAUS

Mitstreiter gesucht! Fan-IG braucht dringend frische Kräfte

 

Wie geht es weiter mit der Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans und Fan-Clubs – und kann es überhaupt noch weitergehen mit unserer Fan-IG? Das sind die Fragen, die beim ersten Offenen Abend im neuen Jahr im Mittelpunkt stehen müssen.

 

Alle Alemannia-Fans und IG-Mitglieder, denen am Fortbestand der Interessengemeinschaft gelegen ist, sind herzlich eingeladen und dringend gebeten, am Donnerstag, 10. Januar, um 19 Uhr ins Werner-Fuchs-Haus (Liebigstraße 25) zu kommen.

 

Wie bereits vor Monaten angekündigt, werden die meisten derzeitigen Vorstandsmitglieder – nämlich Sprecher Thomas Wenge sowie die Beisitzer Arne Klar, Lukas Krott und Jo Röhrig – aus unterschiedlichen Gründen nicht für eine weitere zweijährige Amtszeit kandidieren. Schatzmeister Andreas „Schmiddy“ Schmidt wäre grundsätzlich bereit, die Kasse weiterhin zu führen, wenn sich ein engagiertes neues Vorstandsteam findet.

Allmählich wird die Zeit knapp. Den Vorgaben der Fan-IG-Satzung folgend, haben wir die Jahreshauptversammlung mit Vorstandsneuwahl auf Donnerstag, 14. Februar, 19 Uhr gelegt. Alle IG-Mitglieder erhalten hierzu in Kürze eine schriftliche Einladung. Gelingt es nicht, an diesem Abend einen neuen Vorstand zu wählen, muss laut Satzung innerhalb von maximal drei Monaten bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein neuer Anlauf genommen werden. Bei einem neuerlichen Misserfolg droht anschließend der „worst case“ – nämlich die Auflösung des eingetragenen Vereins Fan-IG und damit verbunden die zeitnahe Schließung des von der IG mit Unterstützung der Alemannia betriebenen Werner-Fuchs-Hauses.

Soweit muss und darf es nach Auffassung des noch amtierenden Vorstandes nicht kommen. Insbesondere die Schließung des WFH, in das Generationen von Alemannia-Fans so viel Engagement, Arbeit und Herzblut investiert haben, wäre ein nicht rückgängig zu machender Verlust.

Aber auch für den Fortbestand der IG selbst lohnt es sich zu kämpfen. Zwar ist das Interesse an den IG-Aktivitäten und -Veranstaltungen in den vergangenen Monaten und Jahren leider merklich geschwunden. Damit steht die IG allerdings nicht allein da: Sinkende Zuschauerzahlen auf dem Tivoli, sinkende Zahlen von Auswärtsfahrern, nachlassender Elan bei einigen klassischen Fanclubs, schwindende Diskussionsfreude in Wolfgang Pomps Alemannia-Internet-Fanforum und weitere Anzeichen deuten darauf hin, dass die sportlichen und wirtschaftlichen Enttäuschungen der vergangenen Alemannia-Jahre auch an der einst so starken und vielfältigen Alemannia-Fanszene ziemlich zugesetzt haben und nach wie vor zusetzen.

Es könnte sich aber als fatal erweisen, in diesen schwierigen Zeiten gewachsene Strukturen wie den Verein Fan-IG resignierend über die Wupper gehen zu lassen. Der derzeitige Vorstand hofft deshalb sehr, dass sich ein neues Team von Aktivisten findet, das die IG zumindest auf kleiner Flamme am Leben erhält. Deshalb wären einige Vorstandsmitglieder nicht nur selbstverständlich bereit, die Nachfolger gründlich einzuarbeiten, sondern würden auf Wunsch weiterhin bei einigen Aufgaben (z.B. Organisation Weihnachtssingen, Pressearbeit etc.) in Zukunft auch ohne Amt helfend zur Seite zu stehen.

Nach Wegen und Möglichkeiten, die Zukunft der IG und des WFH zu sichern, möchten wir am 10. Januar mit Euch gemeinsam suchen. Über zahlreiches Erscheinen würden wir uns freuen.


 

IG-Weihnachtsfeier am Donnerstag, 13.12. im Werner-Fuchs-Haus

Geselliger Jahresausklang im Werner-Fuchs-Haus

 

Liebe Alemannia-Fans, liebe Freude

und Mitglieder der Fan-IG,

der Baum im Werner-Fuchs-Haus (Liebigstraße 25) ist bereits schwarz-gelb geschmückt. Glühwein, Kaffee, Printen, Gebäck, Kaiserstädter und andere kühle Getränke stehen bereit, und eine leckere Suppe aus der Klömpchensklub-Küche ist auch schon bestellt. So können wir euch alle recht herzlich einladen zur Fan-IG-Weihnachtsfeier, die am Donnerstag, 13. Dezember, um 19 Uhr im WFH beginnt.

Mit euch gemeinsam möchten wir das Alemannia-Jahr besinnlich und gesellig ausklingen lassen und uns auch schon auf das große Weihnachtssingen am Sonntag, 16. Dezember, auf dem Tivoli einstimmen.

Als Ehrengäste haben wir Spieler aus dem Regionalliga-Team eingeladen, und wenn’s zeitlich passt, werden auch Mitglieder des Trainerstabs und der Vereinsführung mit uns feiern. Geplant ist kein großer Diskussionsabend, aber vielleicht eine kurze, lockere Talkrunde, in der wir mit den Verantwortlichen Bilanz ziehen und einen kleinen Ausblick auf 2019 wagen wollen. Nach bewährtem Brauch soll es zudem wieder kleine Verlosung von Alemannia-Fanartikeln.

Über zahlreiches Erscheinen, gern auch mit euren Familien, würden wir uns sehr freuen. 

Allen, die nicht zu unserer Weihnachtsfeier kommen können, wünschen wir auf diesem Wege bereits jetzt ein frohes Fest und einen guten Start ins neue Jahr.

Mit schwarz-gelben Grüßen

Der Fan-IG-Vorstand


 

 

Bericht über den Offenen Abend am 19. November

Fuat Kilic: JETZT muss was passieren, Stillstand ist Rückschritt

 

Seine Äußerungen über einen möglichen Abschied aus Aachen spätestens zum Ende der Saison 2019/2020 hatten die Fanszene ziemlich aufgeschreckt. Beim Offenen Abend im Werner-Fuchs-Haus bekräftigte unser Trainer und sportlicher Leiter Fuat Kilic seine Aussagen noch einmal, betonte aber auch, dass er die Regionalliga natürlich am liebsten zusammen mit der Alemannia verlassen würde. Auch bei anderen Themen erweis sich Kilic als Mann der offenen Worte.

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Gegen Extremismus und Gewalt

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