Schwarz-Gelb sagt Adie

Irgendwann in den Achtzigern: Ein Alemanniaspieler liegt verletzt auf dem Rasen, sodass der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen muss. Die Fans der Schwarz-Gelben skandieren daraufhin: „Heinze, Heinze, Heinze, Heinze!“. Doch es sind keine aufmunternden Rufe für den am Boden liegenden Alemanniaspieler. Nein, die Anfeuerung gilt einem schwarz-gelben Original, das soeben wieselflink über den Platz zum verletzten Spieler rennt.

Das war unser Doc Heinze.

Bei manchem seiner Einsätze wurden quasi nebenbei gegnerische Spieler, Linienrichter oder Schiedsrichter von ihm zurechtgestutzt. Schließlich konnte es ja nicht angehen, dass jemand seine Jungs so einfach „umtrat“ oder gar ungerecht behandelte. Bei einem Spiel gegen Fortuna Köln im Mai 1989 legte er sich einmal wieder verbal ins Zeug, und es kam dabei sogar zu Handgreiflichkeiten mit Jean Löring von Fortuna Köln. Das Spiel musste deshalb sogar einige Minuten unterbrochen werden.

 Er war von 1976 bis 1978 Präsident von Alemannia Aachen und erhielt aufgrund seiner Verdienste die goldene Ehrennadel des Vereins. Später war er noch einige Jahre im Ältestenrat aktiv. Seine tiefe Verbundenheit zur Alemannia zeigte sich im Jahr 2010, als er für 40 Jahre Mitgliedschaft auf der Jahreshauptversammlung geehrt wurde.

 Wir werden Doktor Helmut Heinze immer in Erinnerung behalten – als Mensch, der nicht nur die Alemannia liebte, sondern auch für sie lebte. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

 Markus Buck

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