„Investor gesucht“ Protokoll des offenen IG-Abends vom 14.04.2016

Es waren etwa 30 IG-Mitglieder und Gäste anwesend.

Ergebnisse:

1. Die u.a. auf dem Fanabend versprochene Transparenz bleibt weit hinter den Erwartungen und dem Stand der Diskussionen zurück. Die Gremienvertreter sind gefordert, diese Transparenz einzulösen.

2. Die Anwesenden haben erhebliche Bedenken bezüglich der öffentlich bekannt gewordenen Informationen. Daraus ergibt sich für uns die Forderung, dass Aufsichtsrat und Präsidium frühzeitig, regelmäßig und umfassend informieren müssen. Das Versprechen, einen Vertreter der Fans in die Gespräche mit Investoren einzubinden, muss eingelöst werden. Diese betrachten wir als vertrauensbildende Maßnahmen, die gerade in einer Zeit, in der das Vertrauen in die Arbeit der Gremien zusehens schwindet, dringend von Nöten sind.

3. Es gibt nicht verhandelbare „Essentials“: Vereinsfarben, -name und –wappen. Das Heft des Handelns muss am Ende nach wie vor bei der Alemannia selber liegen, das „Exit-Szenario“ (Rückkauf der Anteile, Möglichkeiten des Verkaufs an einen anderen Investor) muss verhindern, dass die Anteile in die Hände von Investoren fallen, deren Interessen sich nicht mit denen der Alemannia decken.

4. Die IG misst die Verantwortlichen der Alemannia an ihren Versprechen und deren Einhaltung. Das Versprechen von Tim Hammer, Dirk Habets in den AR zu kooptieren, damit „seine“ Mannschaft in den AR gewählt werden konnte, wurde nicht einmal im Ansatz eingelöst, noch fand bisher eine Einbindung des Fanvertreters in die Gespräche mit den Investoren statt.

5. Die IG ist bereit, den Weg konstruktiv mitzugehen, wenn – wie im Leitbild vorgesehen – Transparenz geschaffen wird und konkrete inhaltliche und informative Vorgaben erfolgen.

Die Anwesenden sehen derzeit folgende Probleme und Fragen:

• Warum verhandelt der Aufsichtsrat? Da drei der vier Mitglieder des Präsidiums zugleich im AR sitzen, findet eine Kontrolle im Grunde nicht statt.

• Liegen konkrete Angebote vor und auf welchem Stand sind die Verhandlungen?

• Es ist immer wieder von Altlasten aus der Zeit vor oder während der Insolvenz die Rede. Welche sind das konkret und wie lange belasten sie die Alemannia?

• Die vom Fanzine „In der Pratsch“ kolportierten 5 Millionen Euro scheinen relativ wenig, um der Alemannia grundsätzlich zu helfen. Für welche Posten braucht die Alemannia das Geld konkret? Wäre es nicht sinnvoller, an anderen Stellen Geld zu sparen? Welches sportliche Konzept liegt derzeit vor und welches soll mit dem neuen Geld verfolgt werden?

• Warum sollen 50% sofort verkauft werden, für die man in fünf Jahren jeweils eine Million bekommen soll? Wäre es nicht sinnvoller, fünf Jahre lang jeweils 10% zu verkaufen und den Prozess laufend zu evaluieren?

• Wir erwarten, dass ein von der MV zu beschließender Vertrag den Mitgliedern im Vorfeld zugänglich gemacht wird und dass auf der MV selber genügend Zeit für eine ausführliche Diskussion darüber zur Verfügung steht.

• Vielen der Anwesenden war es wichtig, dass vor einer evtl. Abstimmung über irgendeine Investorenlösung zunächst alle aktuellen wirtschaftlichen Zahlen auf den Tisch gelegt werden in Form einer aktuellen Bilanz incl. Wertenachweis und ggfs. ausführlichen Antworten zu Rückfragen zu einzelnen Posten daraus.

Ergänzende Information:

Am Dienstag (19.04.2016) fand mittlerweile ein weiteres Telefongespräch zwischen Dr. Steinborn und unserem Fanvertreter Axel Schaffrath statt, in dem Steinborn beteuerte, dass die Verhandlungen noch anstehen – und zwar mit zwei Interessenten. Diese sollen in den nächsten 10 bis 14 Tagen aufgenommen werden und er werde sich bei ihm melden, sobald es eine konkrete Kontaktaufnahme seitens der Interessenten gebe.


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