Auf ein Wort, Herr Appel…

In einem gut einstündigen Gespräch stand Hans-Peter Appel, Kandidat für die Wahl zum Verwaltungsrat des TSV Alemannia Aachen am 31. März 2011, Vertretern der IG Rede und Antwort.

Kandidatur auf Bitte des Ältestenrates

Zunächst beantwortete Herr Appel Fragen zu seiner Kandidatur, die aufgrund seines entschuldigten Fehlens bei der Kandidatenvorstellung bei der IG in der vergangenen Woche offen geblieben waren. Appel erklärte, dass seine Kandidatur auf Bitte des Ältestenrates zustande gekommen sei. Er sei von einigen Mitgliedern dieses Gremiums angesprochen worden, ob er sich nach bereits ausgeübten Gremientätigkeiten im Vorstand des TSV und im Aufsichtsrat der GmbH nun eine Tätigkeit im Verwaltungsrat vorstellen könne. Appel versteht sich selbst als „Person, die nicht nur dem Profifußball, sondern auch den Abteilungen der Alemannia“ zugetan ist und möchte im Verwaltungsrat u.a. die Sponsorenakquise für die Abteilungen in die Hand nehmen. Dies sei, so betont er, auch zur Zeit der Tätigkeit im Aufsichtsrat eine Aufgabe gewesen, die er erfolgreich ausgeführt habe.

Satzungsänderungsvorschlag inhaltlich zu begrüßen

Angesprochen auf die von Mitgliedern des TSV initiierten Vorschläge zur Satzungsänderung bemerkte der ehemalige Vorstand der APAG, dass er dem Anliegen „grundsätzlich befürwortend“ gegenüber stehe. Gegen Basisdemokratie und Mitbestimmung sei demnach nichts einzuwenden, wenngleich Appel hofft, dass nach einer erneuten Satzungsänderung dann auch Ruhe um die Satzung einkehrt. Appel hätte sich gewünscht, dass Mitglieder der Satzungsgruppe und das Präsidium gemeinsam an einem Entwurf arbeiten und zeigte sich entsprechend verwundert, dass an dem vorliegenden Satzungsentwurf der Kanzlei Terbrack im Nachgang der letzten JHV im Juni 2010 nicht weitergearbeitet wurde. Appel: „Es ist nötig, dass das Präsidium bei Bekanntwerden der Mitgliederaktivitäten um die Veränderung der Vereinssatzung auf die Mitglieder zugeht. Wenn dies nicht der Fall war, hätte der Verwaltungsrat das Präsidium anweisen müssen, dies zu tun!“

Stadionfinanzierung aus heutiger Sicht verbesserungswürdig

Zu den finanziellen Schwierigkeiten rund um den Stadion- und Parkhausbau äußerte sich nicht Appel konkret. Heute, so Appel, würde er bei der Finanzierung vieles anders machen. Ein Eigenheim würde er auf der Basis einer solchen Finanzierung ebenfalls nicht errichten. Da die Finanzierung nun aber im Raum stehe, müsse mit Hochdruck daran gearbeitet werden, Gelder zu akquirieren, um die finanziellen Probleme der Alemannia zu lösen. Unverständnis zeigte Appel in diesem Fall gegenüber der Stadt: „In anderen Städten trägt die öffentliche Hand maßgeblich zur Finanzierung des Stadions bei. Das kann ich in Aachen so nicht sagen – es sind Zusagen gemacht worden, die dann nicht eingehalten worden sind.“

Zu den Fragen, warum sich die Leasingrate für das Parkhaus drastisch erhört hat und wieso Herr Dr. Linden in einem Zeitungsbericht des Jahres 2010 Mehrkosten für das Parkhaus in Höhe von 750000 Euro nennt, konnte Herr Appel keine Angaben machen.

Ausblick auf den kommenden Donnerstag

Für die Versammlung am kommenden Donnerstag wünscht sich der Kandidat für den Verwaltungsrat eine konstruktive Atmosphäre. Er wisse, so Appel, dass seine Kandidatur auf Widerstände in der Mitgliedschaft stoße. Dies nehme er aber in Kauf. Ebenfalls betonte er, dass er auch kandidiert hätte, wenn mehr als die nun auf der Wahlliste stehenden zwei Kandidaten auf dieser gestanden hätten. Dies sei „ein demokratisches Verfahren, gegen das es nichts einzuwenden gibt. Wenn ich gewählt werde, werde ich meine Kontakte im Sinne der Alemannia einsetzen. Werde ich nicht gewählt, ist das auch in Ordnung.“

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