Vollkommen sinnleere Pyroaktion in Duisburg

Beim Auswärtsspiel in Duisburg wurde im Aachener Block erneut pyrotechnisches Material gezündet. Die Alemannia wurde wegen Abbrennens pyrotechnischer Materialien bereits nach dem Spiel in Oberhausen 2010 zu einer Geldstrafe von 4.000 EUR verurteilt. Gerade in der immer noch angespannten finanziellen Situation handelte es sich bei dieser Summe für unseren Verein keineswegs um „Peanuts“. Die sinnlose Aktion in Duisburg, die eine erneute Strafe zur Folge haben wird, ist ein weiterer Schlag ins Gesicht derer, die mit viel Aufwand die finanzielle Situation der Alemannia verbessern wollen.

Es ist ebenso ein Schlag ins Gesicht derer, die mit deutlich kleineren Summen als der zu erwartenden Strafe Auswärtsfahrten organisieren, Fantreff oder Museumsbereiche einrichten, das Fanhaus renovieren oder Fanabende organisieren ? um nur einige Beispiele zu nennen.

Neben dem finanziellen Schaden ist es nicht akzeptabel, dass die Mehrheit der Fans unter dem Beschneiden ihrer Rechte, härteren Kontrollen und Verboten von Fanutensilien zu leiden hat. Auch für die bisherigen Bemühungen von IG, dem Fanprojekt und anderen organisierten Fans zur Legalisierung des kontrollierten Einsatzes von Pyrotechnik war und ist diese Aktion absolut kontraproduktiv. Schließlich ist sie auch ein Schlag ins Gesicht derer, die versuchen die alte Fankultur gegen eine sterile, amerikanisierte Atmosphäre zu verteidigen und Wasser auf den Mühlen derjenigen, die die Vorfälle verallgemeinern und komplette Fankulturen ausschließen wollen.

Wir fordern daher erneut und kategorisch alle Fans der Alemannia auf, künftig das Zünden von Feuerwerkskörpern, Rauchbomben, Bengalischen Fackeln etc. zu unterlassen.

Ausdrücklich distanzieren wir uns von den Vorkommnissen in Duisburg ebenso wie von vorangegangenen Aktionen dieser Art.

Wir bestätigen und wiederholen unsere Auffassung vom 8. März 2007 und aus dem Dezember 2010, dass echte Fans von Alemannia Aachen dem Verein niemals Schaden zufügen würden.

Erneut bitten wir alle Fans, die Zünder beobachten, diese auf die Sinnlosigkeit ihres Tuns hinzuweisen und sie aufzufordern, dies zu unterlassen. Wir appellieren aber vor allem an den Verstand der „Zünder“ , welche sich die Frage stellen sollten, wie sehr sie Fans der Alemannia sind und wie sehr sie der Alemannia helfen oder schaden wollen. Wer unsere Fanszene in Verruf bringt, muss damit rechnen, dass er auch mit uns großen Ärger bekommt.

Der Vorstand der Interessengemeinschaft der Alemannia Fans und Fan-Clubs e.V.

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