Fan-IG Monatstreffen Februar 2020 (2. Teil)

Kommen wir zum zweiten Teil des IG-Abends durch den unser Bucki führte. Thema: „das Abbrennen von Pyrotechnik und den daraus resultierenden Strafen für die Alemannia

Wir möchten uns ganz besonders bei Manfred Reinders (Vorsitzender des Ehrenrates sowie stellv. Vorsitzender des Wahlausschusses) für seine Teilnahme an unserer Veranstaltung bedanken.
Neben weiteren Gremienmitglieder () kamen auch Sebastian Feis (AWO Fanprojekt Aachen) sowie vier Fanclubs (City Cobra Aachen, Kaiserstädter Wall, Black Eagles, Rollende Aachener Kartoffelkäfer) und diverse Fans und Mitglieder zu unserer Veranstaltung ins Werner-Fuchs-Haus.
Sehr schade war, dass keine Vertreter der Gruppierungen anwesend waren. Nur vereinzelt wurden Personen gesichtet, welche im Internet (Forum, Facebook) mit hoher Aktivität glänzen.
Das war im Laufe der Diskussion auch ein Thema. Alle Anwesenden waren sich einig, dass wieder öfter (wie früher) persönlich diskutiert werden sollte.

Kommen wir zum Ablauf des Abends.
Zunächst wurden kritische Beiträge zur Veröffentlichung der IG aus dem Internet gezeigt. Dann die Beiträge von Befürwortern der IG-Veröffentlichung.
Konsens unter allen Anwesenden war, dass Aktionen, die Alemannia finanziellen Schaden zufügen ein NO-GO sind. Vertreter eines ultranahen Fanclubs äußerten hierzu auch, dass man dies gegenüber der entsprechenden Gruppierung bezüglich der Aktion in Köln auch mitgeteilt habe. Nichtsdestotrotz müsse man mit den Ultras im Gespräch bleiben.

In diesem Zusammenhang wurde auch das Thema Auflagen (10 Ordner für Auswärtsspiele) des Verbands (über die 3.000 EUR Strafe hinaus) besprochen. Auf Anfrage des IG-Vorstands teilte uns Alemannia mit, dass die von uns angenommenen Kosten viel zu hoch seien und die Kosten insgesamt bei max. 4.000 – 5.000 EUR liegen würden.
Alemannia scheint hier sehr günstige Konditionen zu haben. Da der Mindestlohn im Sicherheitsgewerbe (Event) 11,59 EUR beträgt x 8 Stunden x 10 Leute = 927 EUR (Lohnkosten) und noch Reiskosten anfallen, haben wir den Sicherheitsdienst anscheinend zu den Selbstkosten des Anbieters. Das nennen wir gut verhandelt.

Von Teilen der Anwesenden wurde die schon oft auch im Netz geforderte Ansicht vertreten die Fan-IG müsse alle Mitglieder, Fans, Fanclubs und Gruppierungen vertreten. Das wäre natürlich das Idealbild. Ein ehemaliger Vorstand der IG äußerte dazu, wie auch einige andere, wie dies denn funktionieren solle?
Fakt ist: Unsere Fanszene reicht vom Normalo, über Mitglieder, Fanclubs, Kutte bis zu den Ultras. Über Generationen (von jung bis alt), Stehplatz, Sitzplatz bis zum VIP-Bereich sowie Sponsoren (die leidenschaftliche Fans sind).
Damit wir es mal plastisch auf den Punkt bringen, möchten wir das mal am Beispiel der politischen Parteien klar machen: Man stelle sich vor es gäbe eine „Interessengemeinschaft der politischen Parteien in Deutschland“, welche alle Parteien vertreten soll. Heißt also angefangen von den Kommunisten, über die bürgerlichen Parteien bis hin zu den Nationalisten. Ernsthaft? Wie soll das gehen.
‼️Bevor hier jemand einen politischen Bezug zu unserer Fanszene konstruiert. Dies sollte nur ein Beispiel dafür sein, wie weit die Pole auseinander liegen.‼️

Hier haben wir das gleiche Problem. Die Interessenslagen sind so unterschiedlich, auch in unserer Fanszene. Das liegt vor allem daran, dass sie so heterogen zusammengesetzt ist.

DEN Alemannia-Fan gibt es nicht und wird es nie geben!

Es wurde noch einmal klar gestellt: Die Fan-IG vertritt zu aller erst ihre Einzelmitglieder sowie die angeschlossenen Fan-Clubs, sie ist Anlaufstelle für alle Alemannia-Fans, -Mitglieder und -Fanclubs, die der Alemannia keinen Schaden zufügen.
Für Alemannia (eV & GmbH) ist sie ein zentraler Ansprechpartner und sie unterstützt tatkräftig die Abteilungen (die uns um Hilfe bitten).
Nichtsdestotrotz stehen wir natürlich auch denen als Gesprächspartner zur Verfügung, die von uns nicht vertreten werden und / oder sich auch gar nicht von uns vertreten lassen wollen.

Im konstruktiven Ton, aber doch sehr kontrovers wurde diskutiert, ob Strafen (insbesondere im Kollektiv gegen die jeweilige Gruppe, die Strafen für Alemannia verursachen) überhaupt sinnvoll sind.
Soll man alles einfach laufen lassen? Oder hart durchgreifen?
In diesem Zusammenhang waren die Anwesenden erstaunt, dass ausgerechnet am Tag dieser Veranstaltung eine Veröffentlichung seitens Alemannia kam, in dem 18 Stadionverbote ausgesprochen wurden.
Zunächst wurde vermutet, dass es sich u. a. um erste Strafen zur Pyro-Aktion in Köln handele. Ein bestens informierter Anwesender teilte mit, dass es sich hierbei in keinem einzigen Fall um Strafen wegen Pyro handele.

Es stellte sich die Frage, soll man mit den Verbänden reden, um z. B. „kalte Pyro“ in gesicherten Bereichen (unter Aufsicht von Feuerwehr & Pyrotechniker) zu erlauben? Die Fan-IG ist (wie bereits auf der JHV vorgestellt) durchaus offen dafür Kompromisse & pragmatische Lösungen zu finden, um Strafen von der Alemannia abzuwenden.

Von einigen kam der Vorschlag, alle sollten doch einmal die Vergangenheit ruhen lassen. Das setzt aber die Bereitschaft auf allen Seiten dazu voraus. Sind wir soweit?
Es wird sich zeigen, ob es auf Seiten der unterschiedlichen Parteien (Alemannia, IG, Gruppierungen, Fanclubs, Sponsoren, Normalos, etc.) überhaupt genügend Menschen die Bereitschaft haben sich mal an einen Tisch zu setzen.

Ein erster Schritt von Seiten der IG wird es wohl sein, 1-2 Beauftragte zu suchen und zu finden, die zunächst mal als Vermittler zwischen der IG und den Gruppierungen fungieren.
Dies wird der Vorstand auf der nächsten Sitzung im März diskutieren.

💛🖤 Aber eins aber eins das bleibt besteh´n, Alemannia Aachen wird nicht untergeh´n!

() Erläuterung
Der Geschäftsführer der GmbH sowie alle gewählten Gremienvertreter unserer Alemannia (Präsidium, Verwaltungsrat, Ehrenrat, Wahlausschuss, Aufsichtsrat) waren über ihre jeweiligen Vorsitzenden frühzeitig eingeladen worden an diesem wichtigen Treffen teilzunehmen. Martin vom Hofe hat am 27.01. für sich und den Aufsichtsrat abgesagt, da am 06.02. ein Treffen mit einem potentiellen Sportdirektor stattfinden solle. Karl-Heinz Schmid (VR-Vorsitzender) hat seine Teilnahme abgesagt, da er nicht in Aachen sei.
Nicht vertreten waren folgende Gremien: Präsidium, Verwaltungsrat, Aufsichtsrat. Der Wahlausschuss (4 von 8) und der Ehrenrat mit (1 von 4) haben teilgenommen.

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